Dranginkontinenz – alles über Ursache und Therapien

Wichtige Infos zu Ursache und Therapie von Dranginkontinenz erfahren Sie hier. Wir erklären ausführlich das Krankheitsbild und was Sie dagegen tun können.

Dranginkontinenz – was ist das?

Das Hauptkennzeichen der Dranginkontinenz ist der plötzliche starke Harndrang, der die Betroffenen wie eine regelrechte Attacke überfällt, auch bei geringer Blasenfüllung. Dieser Harndrang kann durch verschiedene Faktoren, etwa Stress, kalte Füße oder dem Geräusch rauschenden Wassers, ausgelöst werden. Oft kommt es zum unwillkürlichen Harnverlust, bei dem unterschiedliche Mengen abgehen, teilweise auch ganze Blasenfüllungen.
Dranginkontinenz tritt eher im Alter auf, bei Frauen und Männern gleichermaßen. Sie ist einer der häufigsten Inkontinenzformen.

Welche Therapie-Möglichkeiten gibt es?

In fast jedem Fall wird Dranginkontinenz medikamentös behandelt. Oft wird zusätzlich Beckenbodentraining verordnet. Mit Verhaltens- bzw. Toilettentraining erzielen Betroffene auch eine Besserung der Harninkontinenz. Bei starken Nebenwirkungen oder Unverträglichkeiten eignen sich alternative Behandlungsmethoden. Egal welche Behandlung durchgeführt wird, das Tragen von Inkontinenzmaterial ist dringend empfohlen. Alleine zum Schutz der empfindlichen Haut im Intimbereich.

Medikamentöse Therapie

Medikamente, die bei Dranginkontinenz eingesetzt werden, bestehen aus einer Kombination aus Anticholinergika und Östrogenen, die den Blasenmuskel entspannen. Durch den entspannten Muskel vergrößert sich gleichzeitig das Fassungsvermögen. Nebenwirkungen treten individuell auf, oft wird Mundtrockenheit genannt. Gewöhnlich werden diese Medikamente dauerhaft von den Betroffenen eingenommen.

Inkontinenzartikel

Neben der medikamentösen Therapie sollten Betroffene aus hygienischen Gründen Inkontinenzartikel tragen. Heutzutage sind Inkontinenzeinlagen äußerst leistungsfähig, sehr saugstark bei dünnem Material, geruchsabsorbierend und recht unauffällig.

Da bei Dranginkontinenz unterschiedliche Mengen, auch ganze Blasenfüllungen, abgehen, empfehlen Produktexperten Windelhosen. Es gibt sie in unterschiedlichen Stärken und für jeden Geldbeutel. Besonders zuverlässig und diskret sind die Pants von MoliCare Mobile und TENA Pants Plus. Sehr beliebt sind auch Windelhosen von Seni Active Classic. Speziell für Männer mit Dranginkontinenz eignet sich TENA Men Level 4.

Operative Therapien

Operative Therapien werden durchgeführt, wenn konservative Therapien unmöglich sind. Hierunter fallen Einspritzungen von Botox in die Blasenwand, was die Blasenmuskel-Aktivität reduzieren soll.

Alternative Therapien

Es existieren auch eine Reihe von alternativen Therapie-Möglichkeiten, die begleitend zu anderen Behandlungen durchgeführt werden können. Diese sind Akupunktur, pflanzliche Mittel und Homöopathie. Erfolgsergebnisse von alternativen Therapien werden von Betroffenen sehr unterschiedlich wahrgenommen. Von Fachleuten werden alternative Therapien sehr unterschiedlich bewertet.

Was sind die Ursachen von Dranginkontinenz?

Oft können Ärzte keine körperlichen Ursachen bei den Patienten finden. Bei den übrigen Betroffenen sind die häufigsten Gründe für eine Dranginkontinenz ein überaktiver Blasenmuskel.

Ursachen im Überblick:

  • ein überaktiver Blasenmuskel
  • ein gestörtes Blasenempfinden
  • Entzündungen der Harnblase oder Harnröhre
  • eine Prostata-Vergrößerung
  • Neurologische Erkrankungen, wie z. B. Multiple Sklerose
  • Normaler Alterungsprozess

Fazit

Die Symptome einer Dranginkontinenz sind für Betroffene äußerst unangenehm. Jedoch können Betroffene mithilfe geeigneter Inkontinenzhilfsmittel viel Lebensqualität erhalten. Erste Informationen über geeignete Inkontinenzeinlagen bietet der behandelnde Arzt. Mittlerweile bietet das Internet viele nützliche Informationen. Es lohnt sich, sich zu informieren!

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